Am Samstag, den 26. September 2009, war es nun wieder soweit - nach zwei langen Jahren der Abstinenz fand das lang ersehnte Auer Treffen statt. In diesem Jahr waren wir die Gastgeber und so hatten die Vorbereitungen für dieses Ereignis schon einige Zeit vorher begonnen. In diesem Jahr wollten wir unseren Gästen etwas ganz besonderes bieten. Dafür nahmen wir auch unzählige Sitzungen und Proben bis in späte Abendstunden gerne in Kauf. Um unseren Freunden auch nur das Beste anzubieten haben wir selbstverständlich auch sämtlich Liköre und Schnäpse, die es in der Bar zu erstehen gab, selbst zuvor ausgiebig getestet und nur die besten aus einem reichhaltigen Angebot ausgewählt. Nun aber zum eigentlichen Ereignis.
Am Samstag morgen bereits um 11 Uhr - wir waren gerade so mit unseren letzten Aufbauarbeiten zum Ende gekommen - kamen als erstes unsere Freunde aus Au/Iller bei uns an. Die Murgtäler waren gegen 12 Uhr die nächsten, Freiburg ließ etwas auf sich warten und kam gegen 13 Uhr gerade noch rechtzeitig zum Essen. Hierfür hatten sich sämtliche Musiker und freundliche Spender ins Zeug gelegt, und so konnten wir ein reichhaltiges Salat- und Kuchenbuffet anbieten, bei dem wohl für jeden etwas dabei war. Natürlich gab es aber nicht nur Salat, für ein solches Wochenende muss man sich ja schließlich kräftig stärken - und womit geht das besser als mit einer dicken Scheibe Fleischkäse.
Nachdem alle gestärkt waren, wurden zunächst als Erinnerung Gruppenfotos von den einzelnen Kapellen gemacht und währenddessen gleich die Einteilung für die folgende Dorfralley vorgenommen. Und dann ging es auch schon los - ausgestattet mit Getränken machten sich 6 Gruppen von Auern in sämtliche Richtungen auf den Weg zu verschiedenen Stationen, die wir so postiert haben, dass unsere Gäste die Möglichkeit hatten, alle 'Schmuckstücke', die unser schönes Dorf zu bieten hat, zu sehen. An den Stationen warteten dann interessante Herausforderungen auf die Gruppen, die sich zwar zuerst leicht anhörten - z.B. "Macht einen Knoten auf ein Seil", oder "Bringt ein rohes Ei heil über den Spielplatz" - sich dann aber später doch als fast unlösbar herausstellten. Zusatzaufgabe für jede Gruppe war es, einen eigenen Text auf die wohl allen bekannte Melodie der Polka "Aus Böhmen kommt die Musik" zu verfassen. Dazu wurden den Gruppen einige Wörter vorgegeben, die sie zu benutzen hatten. Auf dem Schiff wurden am nächsten Tag die Meisterwerke präsentiert. Es kamen sehr schöne Texte dabei heraus, die ihr hier nachlesen könnt. Für die, die nicht das Glück hatten, live bei diesen unvergesslichen Darbietungen dabei sein zu können, haben wir das Ganze auch auf Video festgehalten. Hier geht's zu den Filmen.
Auch wenn sich eine Gruppe, obwohl sich darin drei 'Einheimische' befanden, verlaufen hatte, waren alle rechtzeitig zur Quartiervergabe wieder pünktlich um 17.00 Uhr in der Halle. Lange Zeit zum Ausruhen blieb jedoch nicht, denn bereits um 19.00 Uhr gings unter dem Motto 'Oktoberfest' weiter mit dem Abendprogramm, das von unseren Freunden aus Au im Murgtal eröffnet wurde, gefolgt von Au im Hexental und Au an der Iller. Für den folgenden Teil des Abends hatten unsere Gäste schom im Voraus die Aufgabe erhalten, sich eine lustige Darbietung zu überlegen, und diese vorzuführen.
Die BNN schreibt hierzu:
"Die Hexentäler ließen frivole Orchestermusiker mit doppeldeutigen Instrumenten aufmarschieren. Für die Murgtäler legte sich der Vorstand Dieter Kast mir seiner Gattin ins Ehebett, um das Auf und Ab der Zweisamkeit mit bekannten Schlagertiteln zu kommentieren. Von der Iller segelten drei biegsame Tenöre heran, die sich beim Singen auch von den bedrohlichen Schieflagen nicht aus der Fassung bringen ließen. Dem blieb es nicht mehr erspart, sich für eine Zugabe noch mal krumm zu machen."
Um 24.00Uhr wurde dann endlich die 'Partyzone' eröffnet. Die vorderen 2/3 der Halle waren für den ersten Teil des Abends bestuhlt worden. Im hinteren Drittel, das durch einen Vorhang abgetrennt wurde, der allerdings früher als geplant geöffnet wurde, da die vorderen 2/3 für den großen Ansturm an Zuschauern nicht mehr ausreichte, waren unsere 3 Bars - die Cocktail Bar, die Schnaps- und Likörbar, sowie die Rheinbar - aufgabaut.
Aber was ist eine Bar ohne Live-Musik? Natürlich wollten auch wir einen Beitrag zu diesem Abend leisten und stellten dazu 2 'Bands' zusammen, die für Stimmung in der Party-Zone sorgen sollten. Den Anfang machte dabei unsere Auer 'Global Kryner Band", bestehend aus Markus Bauer (Klarinette), Mathias Lumpp (Trompete), Daniel Buchmüller (Posaune), Hubert Heck (Akkordeon), Sabrina Kraus und Eva Schendzielorz (Gesang). Danach war es dann endlich soweit - mit "Let me Entertain you" startete unsere Auer "Party-Band", die bereits seit 6 Jahren bei jedem Auertreffen ein absolutes 'Muss' ist und um die uns jeder andere Verein beneidet. In diesem Jahr trat sie jedoch in einer XXL-Version auf, da sich auch noch andere, befreundete Musiker bereit erkärkt hatten, unsere Jungs musikalisch zu unterstützen. So bestand unsere Band schließlich aus 10 jungen Männern, die dem Publikum so richtig einheitzten: Christian Fier (Schlagzeug), Benedikt Schulz (Gitarre), Marco Bauer (E-Bass), Matthias Schulz (Keyboard), Jens Kühn (Alt-Sax), Armin Tschan (Thenor-Sax), Daniel Buchmüller (Posaune), Mathias Lumpp (Trompete), David Hertweck (Gesang), Simon Treier (Gesang). Alt bekannte Lieder wie Mendocino, Skandal, Eine neue Liebe, Westerland, usw. brachten das Publikum zum Tanzen, Springen und Mitsingen bis in die frühen Morgenstunden. Hier geht's zu den Filmen der Bands.
Viel Schlaf hat in dieser Nacht wohl niemand bekommen, denn bereits um 10 Uhr gings am nächsten Morgen weiter im Programm - nämlich mit einer Schifffahrt mit der MS Karlsruhe auf dem Rhein. Und hier zeigte sich einmal wieder das Durchhaltevermögen der Auer, denn trotz wenig Schlaf und vielleicht so manchem dickem Kopf schafften es die Auer nicht nur die MS Karlsruhe, sondern auch vorbeifahrende Schiffe, Paddler und sogar die Fußgänger am Ufer mit bester Blasmusik zu unterhalten.
Fazit vom Auertreffen: Es war ein wünderschönes Wochenende, viele Freundschaften wurden neu erweckt oder alte gepflegt. Es wurde gelacht, getanzt, gegessen und getrunken.
Wir hoffen, dass für alle Altersgrupen etwas dabei war!
Aber jetzt freuen wir uns auf das nächste Auertreffen in 2 Jahren in Freiburg.